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WILDBRETHYGIENE
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Wildbrethygiene / Fleischhygiene
Wildbrethygiene richtig angewendet bedeutet: exzellente Wildbret
Qualität. Eine Vorraussetzung dazu ist aber die Beachtung von Geboten
während der gesamten Prozesskette.
Das damit die
Wildbrethygiene bereits bei der Jagdausübung beginnt, ist bereits
beschrieben worden.
Sehr anschaulich wird dies durch die "10
Gebote zur Wildbrethygiene" (.pdf Download Ausführungen 172
kb) von Deutz.
Siehe
http://www.raumberg-gumpenstein.at/
-
Ansprechen
(Verhalten, Konstitution)
Jagdmethode
(Hetzen, Treiben - Qualitätsverlust)
Schuss
(Kaliber, Entfernung, Licht, Sitz des
Schusses)
Äußerlich feststellbare Veränderungen
(z.B. Räude, Verletzungen, Abszesse)
Aufbrechen
(unverzüglich, sorgsam, sauber)
Innerlich feststellbare Veränderungen
(Organe, Körperhöhlen, Muskulatur)
Ausschweißen, Reinigen
(Wasser von Trinkwasserqualität)
Auskühlen
(vor Insekten geschützt)
Transport
(Gefahr der stickigen Reifung!)
Lagerung, Kühlung, Verarbeitung
(Wildkammer, Kühlraum, Arbeitshygiene)
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Wildkühlschrank
LU 4500 von Landig
für Produkttest auf das Bild klicken (3MB) |
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In diesem Teil möchte ich
mich auf die Wildbrethygiene "nach dem Schuss und nach dem Aufbrechen"
beschränken:
Nach dem Aufbrechen und dem Transport ist es sehr wichtig, Brust- und
Bauchhöhle abtrocknen zu lassen. Das Abtrocknen verhindert ein
Schmierigwerden (Bakterien- und Schimmelpilzwachstum) und begünstigt
so die Haltbarkeit.
Nach dem Erlegen muss:
abgekühlt werden.
Das
Abkühlen auf die geforderte Kerntemperatur im Inneren der Muskulatur
dürfte bei entsprechenden Witterungsverhältnissen während der
Wintermonate keine Schwierigkeiten mit sich bringen.
Selbstverständlich ist ein Gefrieren des Wildbrets bei tiefen
Minusgraden zu vermeiden. Am besten erfolgt die Kühlung in einem
Wildkühlschrank bzw. einer Wildkühlzelle (z.B. von
Landig) die den Anforderungen
entsprechend passend temperiert werden können. Für die Auslegung des Begriffs "alsbald"
kann auf Grund entsprechender Untersuchungsergebnisse zugrunde gelegt
werden:
°C
gehalten, erreicht in der Regel eine Innentemperatur von mindestens
7,0 °C innerhalb 24 Stunden.
Bei Rot-Alttieren und
mehrjährigen Rot-Hirschen dürfte unter Berücksichtigung
unterschiedlicher Außentemperaturen zum Zeitpunkt der Erlegung und
Beginn der stillen Kühlung bei + 4
°C
nach etwa 3 Stunden von einer Kühldauer von 36 bis 48 Stunden bis
zum Erreichen einer Innentemperatur von mindestens + 7,0
°C
auszugehen sein.
Die
Ausführungen machen deutlich, dass man sich als
Jagdausübungsberechtigter, zumindest für die Sommer- und Herbstmonate,
einen Kühlraum verfügbar machen muss, um den Erfordernissen des
Fleischhygienerechtes nachkommen zu können! Die Wildbrethygiene - auch
die des privaten Jägers - wird vor dem Hintergrund der Fleischskandale
in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen!
Der amtlichen Untersuchung
auf TrichinelIen unterliegen nach wie vor insbesondere Wildschweine;
die Gefährlichkeit dieses Parasiten macht es erforderlich, die
Untersuchungspflicht aufrechtzuerhalten. Das Fleischhygienegesetz
schreibt vor, dass Wildschweine, Füchse, Dachse, Sumpfbiber, Bären und
andere fleischfressende Tiere, die Träger von TrichinelIen sein
können, nach der Tötung der TrichinelIenuntersuchung unterliegen, wenn
das Fleisch zum Genuss für Menschen verwendet werden soll.
Schwarzwild muss immer zur amtlichen Fleischuntersuchung, auch ohne
daß gesundheitlich bedenkliche Merkmale vorliegen. Wer
trichinenschaupflichtiges Wild nicht zur Untersuchung anmeldet, macht
sich strafbar, auch wenn er das Wildbret selbst verbrauchen will!
Seit dem 1. Januar 2006 ist eine neue
EU-Lebensmittelhygienerecht in Kraft. Jäger sind hiervon nur insoweit
betroffen, wenn sie das Wild an den Großhandel (Wildhändler,
Wildverarbeitungsbetriebe etc.) abgeben. Für die Abgabe kleiner Mengen
Wildes oder Wildbrets (Größenordnung: Strecke eines Jagdtages) an den
Endverbraucher, Metzger oder Gastronomen enthalten die EU-Verordnungen
keine Auflagen. Hierfür gelten weiterhin das deutsche
Fleischhygienegesetz
und das
Geflügelfleischhygienegesetz
sowie die dazugehörenden Verordnungen.
Nach dem
Fleischhygienegesetz braucht bei erlegtem Haarwild keine
Fleischuntersuchung durchgeführt zu werden, wenn keine Merkmale
festgestellt werden, die das Fleisch für den menschlichen Genuss
bedenklich erscheinen lassen, und
-
das Fleisch zum
eigenen Verbrauch verwendet oder unmittelbar an einzelne natürliche
Personen zum eigenen Verbrauch abgegeben wird oder
-
das erlegte
Haarwild unmittelbar nach dem Erlegen in geringen Mengen z.B. an
nahe gelegene Gaststätten oder Wildeinzelhandelsgeschäfte geliefert
wird.
Zum Federwild
findet sich eine vergleichbare Bestimmung im
Geflügelfleischhygienegesetz.
Was ist aus
Jägersicht zudem hinsichtlich Wildbrethygiene noch zu beachten?
Die
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
anvisierte
allgemeine
Verwaltungsvorschrift über die Durchführung der amtlichen Überwachung
zur Einhaltung von Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen
Ursprungs hat auswirkungen für den Jäger bzw. Jagdpächter.
Dr. med. vet. Friedrich Bert (Rüsselsheim)
fasst dies gemäß (Quelle) des
Deutschen Jagdschutz-Verbandes ( DJV)
folgendermaßen zusammen (PDF-Datei, Quelle DJV): |
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Regelungen darüber hinaus sind im Internet, den Gesetzestexten oder in
der
Jungjägerzusammenfassung (2,2 MB als
.pdf Datei) ab Seite 223 nachzulesen.
Beachtet man oben genannte Punkte zur Wildbrethygiene, so ist dies die beste
Gewährleistung für frisches Wildbret. Ein J äger
kennt den natürlichen + gesunden Lebensraum und die Verhaltensweise
des Wildes (typische und nicht abnorme Verhaltensweise wie z.B. bei
Krankheit). Er weiß, wie frisch das Fleisch ist, wie schnell das Tier
versorgt wurde und er hat das Tier neben den äußeren Merkmalen auch
hinsichtlich möglicher Krankheitsmerkmale (an den inneren Organen
sichtbar) untersucht. Nun steht einem leckeren Festschmaus nichts mehr
im Wege, die
Wildküche ruft. Bezugsquellen für
hochwertiges und frisches
Wildbret aus dem Taunus findet man hier.
Eine sehr gute Zusammenfassung zum Thema Wildbret gibt
die Broschüre des
DJV
(Deutscher Jagdschutz-Verband), die es hier als PDF Dokument (686 KB)
gibt:
Wild auf Wild?
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Wildbret fachgerecht kühlen mit Wildkühlschrank und Wildkühlzelle von
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