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WILDACKER & WILDÄSUNGSFLÄCHEN


Wildacker

Wildäcker bieten dem Wild neben einem reichen Nahrungsangebot auch zusätzliche Deckung. Eine regelmäßige Pflege ist unerlässlich um eine gute Qualität zu erhalten.
Hier werde ich nach und nach meine Erfahrungen und Tipps zur Anlage, Bestellung und Pflege von Wildäckern wiedergeben. Neben der landwirtschaftlichen Bearbeitung wird ein Augenmerk auf der Saatgut- und Feldfrüchteauswahl liegen.
 

    

Ungepflegter Wildacker vor der Bearbeitung (Februar)

 Wildacker nach der Bodenbearbeitung und Einsaat (April)

Wildacker im Juni (Seitenansicht)

Wildacker im Juli (sichtbar Pflanzen aus OAP-Mischung)

Hinsichtlich des erlaubten Saatgutes unterscheidet zwischen Wildacker und Dauergrün-Äsungsflächen. Hier sollte vorab eine genaue Festlegung erfolgen, denn so ist es z.B. auf ausgewiesenen Dauergrünäsungsflächen nicht erlaubt, Topinambur anzupflanzen. Die einzelnen Richtlinien sind dem LJG / Forstamt / der UJB zu entnehmen. Zudem, - nur nebenbei erwähnt - ist es z.B. auch nicht erlaubt, in einem Rotwildrevier auf einer ausgewiesenen Dauergrünäsungsfläche eine Kirrung zu beschicken, um dort gezielt auf Schwarzwild zu jagen.

Am Beispiel  von sechs verschiedenen Flächen werde ich von unterschiedliche Arbeiten und Ergebnissen berichten. Ich gehe zunächst davon aus, dass die Wildacker-, Äsungs- und Freiflächen bereits vorhanden sind, sich aber in einem ungepflegten Zustand befinden (die Neuanlage von Wildacker und Äsungsfläche werde ich später separat behandeln):
 

Eine hervorragende Literatur (Wildackerfibel 2008 ca. 7 MB PDF-Datei) und Beratung bekommt man beim Händler für Saatgut - Wildmeister Günter Claußen / Revierberatungsstelle Wolmersdorf ( www.wildacker.de ). Die aus der Fibel entnommenen vier - mit vielen Bildern versehene - Einzel-PDF-Dokumente (ca. je 1 bis 2 MB groß), geben einen guten Überblick und ein breites Auswahlspektrum: Wildackeranlage        Wildackermischungen I        Wildackermischungen II        Einzelsaaten

 

Salzlecken

Wildäsungsflächen und Wildacker können durch Salzlecken aufgewertet werden. Sie bieten dem Schalenwild die Möglichkeit, zusätzliche gezielt Minerale aufzunehmen. Salzlecksteine und Mineralsteine sollten so angebracht werden, dass sie dem Wild nicht direkt zugänglich sind. Hier bieten sich hoch abgesägte Baumstümpfe an, die entrindet nach einiger Zeit eingelaufen sind und vom Wild sehr gerne angenommen werden: