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JAGDMUNITION  & JAGDGESCHOSS    (zur Bildergalerie hier klicken)  

                  


Um über geeignete Jagdmunition zu sprechen und diese auf fundierter Basis zu bewerten, ist es erforderlich, Grundsätzliches zu den Begriffen zu klären. Man muss in der Diskussion trennen zwischen, dem Kaliber, der Patrone (Hülse) und dem Geschoss. In Summe bilden sie die Jagdmunition, ihre Kombination ist von nicht unerheblicher Bedeutung. Die Kaliberangabe entspricht dem Laufinnendurchmesser, also der Querschnittsgröße des Geschosses; die Angabe erfolgt entweder in Zoll (z.B. .308) oder in mm. (7,62). Durch eine Zusatzangabe erhält man bei der Munition Informationen über die Patrone und deren Bemaßung, bzw. deren Länge (Pulverraum): z.B. WIN .308 oder metrisch 7,62x51 im Vergleich zur stärkeren .300 WIN Mag.)

Bei aller Liebe zu den Details der Jagdmunition & Jagdballistik, sollte man jedoch eines im Hinterkopf behalten: "das beste Kaliber ist die Kugel an richtiger Stelle ! "  => Treffersitz
Alles Andere hilft, die Jagd zu optimieren, Fehler zu minimieren und den schnellen + waidgerechten Tod des Wildes zu forcieren.

Jagdpatrone / Jagdkaliber / Kaliberwahl

Oft und immer wieder wird die Frage gestellt, welche Munition und welches Kaliber soll man zu welcher Jagd verwenden? Die Antwort lautet: ein allumfassendes Jagdkaliber bzw. die allumfassende Jagdpatrone gibt es nicht! Die Kombination aus Kaliber, Hülse / Pulverraum und Geschoss ist ausschlaggebend für den möglichen Einsatzbereich; sie zusammen bestimmen die ballistischen Eigenschaften. Das Zusammenspiel der drei Parameter ermöglicht es jedoch, das sowohl die WIN.308 (militärisch als 7,62x51 NATO bezeichnet), 7 x 64  bzw. 7 x 64R als auch .30-06, .300 WSM, 9,3x62, bis hin zur deutschen 8x68S Magnumpatrone und zahlreiche Kaliber mehr als Jagdmunition für die Jagd auf das heimische europäische und skandinavische Wild (Niederwild, Rehwild, Schwarzwild / Sau, Damwild, Rotwild / Hirsch, Elch usw.)  geeignet sind. Je nach Einsatzzweck (Entfernung), Waffen- und Geschosskombination ist das Eine mehr für spezielles Wild geeignet, das Andere weniger. Ausschlaggebend für den Erfolg - mehr als das Kaliber samt Pulverraum - ist das Geschoss.
Selbst der Einsatz der oben genannten Kaliber auf Wild vom schwarzen Kontinent ist mit Einschränkungen und dem geeigneten Geschoss möglich. Mittelstarkes bis starkes afrikanisches Wild wird durchaus zuverlässig mit den oben genannten Kalibern gestreckt. Lediglich für die Big Five und einige weitere kapitale + wehrhafte / gefährliche Großwildarten sind stärkere Laborierungen wegen der Reserven bzw. Sicherheit unbedingt empfehlenswert. Hierzu informiere man sich speziell bei einschlägigen Experten und Profis. Auf nützliche Quellen im Internet werde ich zukünftig unter Links hinweisen.
Ich konzentriere mich hier auf die .308 und die 9,3x62 da ich diese selbst jagdlich führe und zahlreiche Jagdkameraden kenne, die ebenfalls beste Erfahrungen damit gemacht haben.



Jagd-Geschosse & Jagd-Munition

Ein Universalgeschoß oder -Geschoßtyp gab es in der Vergangenheit nur sehr eingeschränkt. Entweder das Geschoss war für kleine Ziele zu hart oder für große Ziele zu weich. Abhilfe schaffen jedoch das Kupferjagdgeschoss (KJG) und das Jaguar-Geschoss, welche einen breiten und umfassenden Einsatzbereich haben. Abweichend von der Meinung einiger Jäger - durch Unwissenheit bzw. mangelnder wissenschaftlicher und praktischer Auseinandersetzung mit der Thematik - kommt es nicht auf die Masse eines Geschosses allein an. Wichtig sind Geschossmaterial, Geschossform- und Aufbau, Geschossgeschwindigkeit, Geschossmasse und Splitterwirkung. Daraus ergeben sich die zwei wichtigen Größen Wirkungsquerschnitt (Aussagen zur Wundwirkung des Geschoss) und Flächenlast (bestimmt die Tiefenwirkung / Eindringtiefe des Geschosses), deren Wirkungen unter Ballistik näher beschrieben sind.

Was zeichnet die Kupfer-Massivgeschosse mit Hohlspitze (KJG und Jaguar) besonders aus?

Innenballistik:

  • Hoch geladene Patronen (bis an die zulässigen Grenzen) erzeugen viel Energie, die auf eine relativ geringe Geschossmasse wirkt; dadurch werden hohe - überdurchschnittliche -  Mündungsgeschwindigkeiten / Geschossgeschwindigkeiten erzielt.

  • Nur die Führbänder bzw. Ogiv-Ringe liegen gasdicht im Feld-Zug-Profil an, nicht große Teile der sonst üblichen Geschossmäntel. Dies ermöglicht einen geringen Einpresswiderstand was wiederum die Reibung im Lauf - und damit die Lauferwärmung reduziert. Dadurch kann der Verschleiß und der Reinigungsaufwand) minimiert, sowie Gasdruckspitzen so gut wie ausgeschlossen werden.

  • Aufgrund der geringeren Reibung und des Einpresswiderstandes beschleunigen die Geschosse besser, was sich in einer höheren Geschossgeschwindigkeit äußert.

  • Durch die relativ geringe Geschoss-Masse reduziert sich der Rückstoß merklich.

Flugballistik:

  • Die Geschosse haben einen optimierten ballistischen Koeffizient (BC-Wert), was den Luftwiderstand reduziert. Dadurch ist die Auftreffgeschwindigkeit und damit Energie im Ziel überdurchschnittlich hoch.  

  • Die hohe Geschossgeschwindigkeit in Kombination mit dem optimierten BC-Wert, führt zu einer flacheren Flugbahn und damit mehr Reichweite bzw. geringere Haltepunktabweichungen; die GEE erhöht sich.

Zielballistik:

  • Das massive Kupfergeschoss mit Hohlspitze trifft mit hoher Geschwindigkeit auf dem Wildkörper auf und dringt in diesen unter Erzeugung von Schnitthaar ein.

  • Durch den in der Hohlspitze entstehenden Staudruck platzt diese ab. Dabei entstehen grobe Splitter, die jeder für sich genug Masse besitzen, um  zu wirken / zerstören. Feine Bleisplitter herkömmlicher Geschosse sind hier fast wirkungslos. Der übrig gebliebene Kupferbolzen / Stumpf hat ein im Verhältnis zur Gesamtmasse recht hohes Restgewicht und penetriert das Stück richtungsstabil. Die Ausschusswahrscheinlichkeit ist hoch.

  • Das Geschoss spricht aufgrund der physikalisch wirkenden Hohlspitzkonstruktion sowohl bei zielwiderstandsarmen Wild (z.B. schwaches Reh), als auch bei zielwiderstandsstarkem Wild (z.B. starke Sau) sehr gut an.

  • Es entsteht ein wirkungsvoller Wundkanal, hervorgerufen durch grobe Splitter und den Restbolzen. Der Ausschuss (variiert je nach Treffersitz) ist meist ca. 2 bis 4 fach Kaliber groß.

  • Die Fluchtstrecken und Wildbretentwertung sind, aus oben genannten Gründen, dementsprechend quer durch die Wildarten relativ gering.

Weitere Details sind unter Ballistik zusammengefasst, wo die jeweiligen Wirkungen aus jagdpraktischer Sicht in Bezug auf Wundwirkung, Fluchtstrecke und Wildbretentwertung erläutert werden.

Kupfer-Massiv-Geschosse, als Jagdmunition verladen, erlauben es, neben den schon beschriebenen positiven ballistischen Eigenschaften, im Notfall / bei Fehlschuss (z.B. beim Mitziehen im dichten Wald) Hindernisse zu durchdringen, die Geschossablenkung gering zuhalten und ein Zersplittern am Hindernis zu vermeiden: Sträucher / kleinere Äste können relativ unbeschadet kurz vor dem eigentlichen Ziel durchschlagen werden, da durch den mangelnden Staudruck in der Hohlspitze (nur Luft / Holz statt Wasser / Blut / Fleisch) diese kaum öffnet und überwiegend nur Scherkräfte wirken. Somit fliegt das Geschoss weitestgehend richtungsstabil weiter und wirkt erst voll im Zielkörper ohne vorher zu splittern bzw. stark abgelenkt worden zu sein.

In Summe sind das KJG (von Lutz Möller) und das Jaguar-Geschoss (von German-Precision-Ammunition) hier den meisten anderen Geschosstypen als Universalgeschoss überlegen. Zudem handelt es sich dabei um bleifreie Jagdmunition, was der Natur zugute kommt. Details, Erfahrungen und Erkenntnisse folgen, anbei einige Munitionsbilder.


Kupferjagdgeschoss (KJG) mit Hülse und Pulver

Das "möllerschem KJG" (Kupferjagdgeschoss) wird seit 2007 auch in einer weiteren Variante / Neuerung angeboten: KJG-Spitz. Hier wird aus flugballistischen Gründen die Hohlspitze durch eine schwarze Plastik-Spitze ersetzt. Die zielballistischen Eigenschaften sollen gleich bleiben. Genaue Berichte zur Wund- und Zielwirkung müssen dies noch unter Beweis stellen. Zudem bleibt offen, ob diese Modifikation  jagdlich notwendig ist.

 

KJG spitz 9,3 mm

Neben dem KJG kann ich auch das Jaguar-Geschoss empfehlen: Die seit 2005 erhältliche Munition für die Jagd mit Kupfer-Solid Geschossen (Jaguar Geschoss)  des professionellen Munitionsherstellers Labor für Ballistik [LFB], hat durch umfangreiche Test (auch im Jagdeinsatz) ihre Wirkung unter Beweis gestellt. Die handelsübliche Jaguar Munition (German-Precision-Ammunition: Link zum Hersteller) konnte ich bereits mehrfach mit Erfolg jagdlich einsetzen; die Präzision und Zielwirkung dieser Jagdmunition ist hervorragend. Weitere Details (vor allem zu Zielwirkung und Wildpretzerstörung) über die Jaguarmunition folgen, sobald ich längerfristige Erfahrungen gesammelt habe. Ein weiteres Geschoss mit ähnlichem Konzept ist das schweizer Gian-Marchet.

Die von mir verwendetet Jaguar-Laborierung (Geschossgewicht 9,2 g bzw. 142 Grain für WIN .308) hat eine Mündungsgeschwindigkeit von 902 m/s. Dies entspricht einer Mündungsenergie (E0) von 3767 J und einem maximalen Gasdruck von über 4000 bar; für die .308 eine ausgesprochene Hochleistungsladung. Meine Sako TRG 22 habe ich damit auf 200 m Fleck eingeschossen. Ohne Probleme sind somit kurze als auch sehr weite Schüsse möglich ohne groß die Haltepunkte zu verändern. Berücksichtigt man wie in Flugballistik beschrieben die Haltepunkte, so sind Schussentfernungen auch weit über 200 m machbar. Hierbei hilft ein in die Okularabdeckkappe des Zielfernrohrs eingeklebtes Geschossabfall-Kompensationsschaubild.

 


Jaguar Munition mit separatem Geschoss

 Weitere Fotos sind auch unter Munitionsbilder zu finden.

Gute Fabrikmunition / Jagdmunition sind das Blaser CDP, Nosler Partition (für starkes Wild) / Norma Vulkan (für breiteren Einsatzbereich) oder Nosler Ballistic Tip von Norma (schnell ansprechende Hohlspitze mit Plastikspitze und dünner Mantel sorgt für größere Zerstörungen bei schwachem Wild z.B. Reh => sehr gute Wundwirkung.  Aber: mangelnder Ausschuss bei starkem Wild z.B. Sau).

Demgegenüber tendiert Jagdmunition mit einfachen Teilmantelgeschossen dahin, dass die TM-Geschosse an der Oberfläche (Einschlag im Wildkörper) regelrecht platzen, gerade bei höheren Geschwindigkeiten. Man erhält dann einen Splitterschauer aus Blei, bei dem sehr viel Energie früh im Wildkörper unkontrolliert abgegeben wird und sich die Wundwirkung großflächig (aber nicht tief) verteilt. Dies bewirkt, dass große Verletzungen im Tier dieses teilweise im Knall liegen lassen. Hat man zudem noch Hochblatt in der Nähe der Wirbelsäule getroffen, bzw. wird diese durch den Wundkanal gedehnt oder überdehnt, fällt das Stück ohne Flucht.
Die Gefahr liegt allerdings darin, wenn das Stück (bei etwas schlechterem Schuss oder guter körperlicher Verfassung + Adrenalin im Blut z.B. Stress-Situation bei Drückjagden) flüchtet und man mangels Ausschuss keine Schweißfährte hat.

Um dies zu vermeiden gibt es bei schwerem Wild (Sau, Rotwild, Elch und andere starke Stücke mit hohem Zielwiderstand) drei Möglichkeiten für sicheren Ausschuss zu sorgen:

  1. Lungentreffer ohne Rippen (kaum Zielwiderstand => Geschoss geht rein und wieder raus)

  2. Man schießt Geschosse mit nach hinten stärker werdendem Mantel und Verbundkerngeschoss=> Restmasse über 90 % => kein Splitterschauer der unkontrolliert Energie abgibt => Ausschuss

  3. Man verwendet Kupferjagdgeschosse mit Holspitze (platzt durch Staudruck im Wildkörper => Splitter und Restgeschoss fliegt als Kupferbolzen / -stumpf weiter), die nur minimal, aber grobe (wirkungsvolle) Splitter abgeben und ein hohes Restgewicht haben sowie schulterstabilisiert im Körper weiter geradeaus fliegen => so gut wie garantierter Ausschuss.

Weitere Zusammenhänge sind unter Wundballistik zu finden, dort auch Inhalte zur Fluchtstrecke und Wildbretentwertung.
 

Der professionelle Munitionshersteller Herrlinger / Labor für Ballistik, läd mir für die 9,3x62 Starkmantel-Verbundkerngeschosse mit Hohlspitze. Durch ein thermisches Verfahren (Bonding-Verfahren) wird der Bleikern mit dem nach hinten stärker werdendem Mantel verlötet und damit verbunden. Gerade bei Geschossen bzw. Großwild-Munition für die Großwildjagd kann dies überlebenswichtig sein, da eine tiefe + richtungsstabile Penetration im Wildkörper trotz Aufpilzeffekt sichergestellt ist.
Ich setze diese Munition speziell für die Drückjagd und Nachsuche auf wehrhaftes Wild ein: die Geschosse pilzen schnell auf und haben sicheren Ausschuss durch eine sehr hohe Restmasse. Aus praktischer Erfahrung (auch schwere Sauen rollieren regelmäßig) ist dies für mich derzeit das ultimative Drückjagdgeschoss, hier im Querschnitt:


Starkmantel-Verbundkerngeschoss mit HS im Querschnitt

Inhalte zur Munition bei Kurzwaffen habe ich unter Kurzwaffen, dort bei Kurzwaffenmunition festgehalten.

 

Fangschuss-Munition & Fangschuss-Geschosse zur Nachsuche

Zunächst sind zwei grundlegende Dinge zu klären:

a) Erforderliches Abfangen mit oder ohne Jagdhund im Gefährdungsbereich

b) Wildart und Stärke des Stückes

... daraus ergibt sich

c) Verwendung von kalter Waffe (Messer / Saufänger), Kurzwaffen oder Langwaffe

Allgemein kann man sagen, dass ein Abfangen mit Messer oder Waffe sich ohne stellende Jagdhunde sicherlich problemloser darstellt, da diese nicht gefährdet werden können. Für den Fall, dass Hunde mit im Spiel sind, ist eine sorgfältige Abwägung zu treffen. Daraus ergibt sich, dass sich das Abfangen mit dem Messer / Saufänger bis zu einer gewissen Stärke des Stücks anbietet und dem Einsatz von Schusswaffen vorzuziehen ist. Diese direkte Auseinandersetzung mit dem verwundeten Wild kann jedoch schnell unangenehm werden, je wehrhafter und kräftiger das Stück ist, - gerade bei Sauen (ab ca. 30 kg) oder geweihtem Rotwild. Hier ist der Einsatz von Schusswaffen zu empfehlen, gerade wenn man kein Profi mit hinreichender Erfahrung ist.
Der Einsatz von Kurzwaffen ist jedoch auch wiederum nur dann zu empfehlen, solange sich es sich um Wild handelt, dessen Wehrhaftigkeit sich in Grenzen hält. Die Nachsuche mit der Faustfeuerwaffe auf einen angeschossenen Keiler beispielsweise, kann schnell zum (Russisch-)Roulette werden. Daher meine Empfehlung: auf wehrhaftes Wild (ca. Sau ab 70 / 80 kg)  Nachsuchen IMMER mit der Langwaffe!! Die Geschoss-Energie der LW  ist um ein Vielfaches höher ist die der KW.

Zur Geschosswahl an sich möchte ich mich hier auf den Fall beschränken, bei dem Hunde sich in unmittelbarer Nähe befinden, denn dies ist hinsichtlich der Geschossanforderungen am komplexesten. Gesucht wird ein Geschoss, dass

  • beim Fangschuss möglichst viel Energie im Wildkörper abgibt

  • größtmögliche Verwundung der lebenswichtigen Organe bewirkt

  • aber wegen der Gefährdung der Hunde nicht splittert

Deformatoren sind die Antwort, sie geben verhältnismäßig viel Energie im Wildkörpern ab, bleiben jedoch als ein Massestück recht richtungsstabil und damit kontrollierbar.
Demgegenüber sind z
u harte Geschosse (wie z.B. Vollmantel) im Hinblick auf Punkt eins nicht perfekt, da diese zu wenig Energie im Wildkörper abgeben und dementsprechend weniger "Augenblickswirkung" durch mangelnde sekundäre Zerstörung von Knochen / Gewebe / Fleisch / Nerven - über den reinen Wundkanal hinaus - liefern. Da wir keine Splitter (wegen Gefährdung der Hunde) wollen, scheiden bei meiner persönlichen Empfehlung auch spezielle Splittergeschosse (wie z.B. das FS-Geschoss von RWS) aus. Zwar zerlegt sich das FS Geschoss durch die Extrem-Splitterung nahezu komplett, und so sollen die Splitter alleine nicht mehr genug Energie haben, um aus Stücken mit gewisser Masse auszuschießen. Aber, - obwohl Punkt eins und zwei der Anforderungen erfüllt wären -, das Fragezeichen bei Punkt drei macht dieses Geschoss jedoch restrisikobehaftet.,  - gerade bei etwas schwächeren Stücken.

Die Kunst ist, dass Geschoss so weich zu machen, dass es schnell anspricht und maximal deformiert, zugleich aber noch genug penetriert (insbesondere Knochenleistung), um bis zu den lebenswichtigen Organen vorzudringen und diese zu zerstören. Allerdings ist dies relevanter bei Kurzwaffenmunition (z.B. auf Sau) als bei stärkerer Langwaffenmunition.
Es gibt jedoch nicht den einen richtigen, "goldenen Weg". Viele Jäger haben gerade beim Thema Fangschuss ihre eigenen Präferenzen.... und neben den feststehenden Parametern der Physik & Ballistik, ist auch beim Fangschuss schließlich der Treffersitz entscheidend. Regel Nummer eins lautet jedoch: den Hund möglichst weit weg vom Schusskanal und Fangschüsse trägt nur der Hundeführer selber an.