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Der Hauptbruch
Der Hauptbruch ist
mindestens armlang, er wird mit dem Waidmesser blank befegt (Rinde
wird abgeschabt), um ihn so auffallender zu machen. Der Hauptbruch
bedeutet »Achtung« hier muß der Jäger auf weitere Zeichen achten. Er
kann auch auffällig aufgehängt werden. Ein Hauptbruch wird mit anderen
Brüchen kombiniert.
Der Leitbruch
Der Leitbruch, der
nur noch halb-armlang und ebenso befegt ist, wird dann auf das
Ereignis hinweisen. Sein gewachsenes Ende zeigt in die Richtung in der
gefolgt werden soll.
Der Anschußbruch
Der Anschußbruch
markiert den Anschuß oder möglichen Anschuß für den Hundeführer und
ist meist in Fluchtrichtung des beschossenen Stückes mit dem
Fährtenbruch kombiniert (Zeichnung). Der Anschußbruch wird in den
Boden gesteckt und kann so weder vom Sturm verweht noch von Schnee
zugedeckt werden.
Der Standortbruch
Um bei
Gesellschaftsjagden jedem Schützen seinen Standplatz genau zu
beschreiben, wird ein armlanger Bruch in die Erde gesteckt sowie ein
Hauptbruch auf den Boden gelegt. Die gewachsene Spitze zeigt in
Richtung der Folge (Richtung in die der Schütze nach Abblasen des
Treibens zum Sammelplatz gehen soll).
Der Fährtenbruch
Wenn, aus welchen
Gründen auch immer, man sich nicht bei der Nachsuche beteiligen kann,
wird hiermit der Hundeführer bei seiner Arbeit unterstützt.
Ein halbarmlanger
nicht befegter Bruch wird je nach Geschlecht in die Fluchtrichtung
gelegt (bei männlichem Wild die gebrochenen, bei weiblichem Wild die
gewachsene Spitze nach vorne). Um Missverständnisse auszuräumen werden
diese Brüche geäftert (kleiner Querbruch am Ende des Zweiges).
Der Wartebruch
Wollen sich Jäger
im Revier treffen wird ein Wartebruch, in Form von zwei gekreuzten
Zweigen gelegt.
Der Warnbruch
Ein von seinen Seitenzweigen
vollkommen befegter, zum Kreis zusammengebogener Bruch, wird sichtbar
in Augenhöhe aufgehängt. Er soll vor Gefahren (Fallen, baufälliger
Hochstand, etc.) hinweisen.
Der Schützenbruch
Der Schützenbruch
wird dem Erleger vom Jagdherren mit dem Ausspruch "Waidmannsheil"
überreicht. Der Schütze nimmt den Bruch, bedankt sich mit
"Waidmannsdank" und steckt ihn auf die rechte Hutseite. Somit soll dem
Schützen für seine Jagdausübung gedankt werden.
Der Inbesitznahmebruch
Der
Inbesitznahmebruch auf der linken Körperseite des Wildes zeigt an,
dass ein Stück Wild vom Erleger in Besitz genommen wurde. Sollte das
Stück von einem Fremden entfernt werden, so ist diese Handlung
Diebstahl.
Letzter Bissen
Der Brauch des
letzten Bissens, ein Bruch in den Äser bzw. Gebrech bei männlichen
Tieren, geht auf die Frühzeit zurück und bedeutet soviel wie die
Versöhnung mit dem erlegten Tier und der Natur.
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